LCR-Messbrücken


LCR Messbrücken eignen sich zum Messen von Widerständen, Kapazitäten oder Induktivitäten.

Messbrücken die mit Wechselspannung betrieben werden können sowohl für das Messen von ohmschen Widerständen als auch für die Messung von Wechselstromwiderständen verwendet werden. Auch Phasenwinkel lassen sich damit messen.

Gängige LCR-Messbrücken sind im 19-Zoll-Format und lassen sich so bequem in einem Rack unterbringen. Sie besitzen eine RS232 und/oder GPIB-Schnittstelle zur Fernsteuerung.

Bei den heute erhältlichen Geräten handelt es sich um digitale microprozessor-gesteuerte Geräte die direkt und nahezu exakt für die Messung von Induktivitäten, Kapazitäten oder Widerständen eingesetzt werden können.

Die Messbrücken sind üblicherweise für verschiedene Impedanz-Paramter ausgelegt und für unterschiedlich viele Messfrequenzen. 100Hz, 120Hz, 1kHz und 10kHz sind beispielsweise gängige Frequenzen. Generell sind aber jegliche Frequenzen, z.B. von 100Hz bis 10 kHz denkbar.

Je nach Qualität des Gerätes, und damit häufig auch je nach dem Preis, sind die Messfrequenzen unterschiedlich hoch, auch eine kontinuierliche Messung ist möglich. Die Basisgenauigkeit hängt ebenso von der Qualität ab wie die Anzahl der Messungen pro Sekunde. Werte zur Verdeutlichungen für die Genauigkeit liegen unter 0,1% und bis zu 40 Messungen pro Sekunde.

LCR Messbrücken werden häufig in einer Brückenschaltung betrieben, wobei vier Bauteile zum Zuge kommen. Zwei werden dabei in Reihe und zwei parallel geschaltet. In der Mitte der beiden Reihenmitten wird dann das Signal abgegriffen. Wenn die Impedanzen auf den beiden Seiten der Brücke im selben Verhältnis stehen, dann beträgt das Messsignal null und die Brücke ist abgeglichen.

Man unterscheidet zwischen einer Widerstandsmessbrücke, einer Induktivitätsmessbrücke und einer Kapazitätsmessbrücke. Die Widerstands-Messbrücke lässt sich auch rein ohmschen Bauteilen aufbauen und erfordert dabei nur den Abgleich einer Größe. Bei der Kapazitäts-Messbrücke ist der Abgleich schwieriger, da hier eine Einstellung des Wirk- und Blindwiderstandes erfolgen muss.